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Der rote kalifornische Regenwurm – Fütterung

Der rote kalifornische Wurm ist sehr interessant wegen seiner Essgewohnheiten. Er frisst fast alles und verdaut alles was „organische Abfälle“ genannt werden kann. Es genügt, wenn diese Abfälle einer Fermentierung unterliegen sind und sich abgebaut haben.

Die Würmer können das folgende essen: tierische Ausscheidungen, Fäkalien, Küchenreste, organischer Abfall der Nahrungsmittelindustrie, Stroh, Heu, Blätter, Papier, verschiedene Arten von Kartonmüll und Abfälle aus dem Kanalisationssystem. Alles ist ein mögliches Futter für die Würmer. Für diese Wurmart jedoch sind die tierischen Ausscheidungen (vor allem Rindermist) die beste Nahrung. Der Rindermist ist auch deswegen geeignet, weil er preisgünstigst, am leichtesten zu transportieren und zu lagern ist. Für Ihre zukünftige Farm werden Sie ständige Lieferungen von Rindermist und Platz für seine Lagerung brauchen.

Die beste Züchtungsmethode für den roten kalifornischen Regenwurm ist: zwölf Stunden im Licht, zwölf Stunden im Dunkel, da dies ihre natürliche Lebensordnung ist.

Dir roten kalifornischen Würmer sind sehr empfindlich gegen den Säuregrad ihrer Lebensumgebung und Nahrung. Deshalb ist der Rindermist die beste Nahrung für Sie mit seinen niedrigen pH-Werten. Der optimale pH-Wert für die Würmer ist 6.5 – 7.5 pH. Es ist empfehlenswert, die pH ständig zu kontrollieren. Die pH-Werte können am besten mit pH-Messer jedoch auch mit Lackmustest gemessen werden. Höherer pH-Wert kann durch Kalziumkarbonat, oder noch Kalk genannt, reguliert werden.

Ein anderer Hauptpunkt für die gute Fütterung ist die Feuchtigkeit. Die optimale Feutchtigkeit für die Würmer liegt zwischen 70 und 80%. Je nach den Wetterbedingungen muss die notwendige Feuchtigkeit durch Bewässerung reguliert werden. Überwässern Sie nicht, denn die Betten werden dadurch sumpfig, die Würmer ersticken sich und sterben. Um Versumpfung zu vermeiden, soll das Bettmaterial hygroskopisch sein (am besten Sackleinen). Kontrollieren Sie oft die Feuchtigkeit der Betten mittels Hygrometer.

Im Unterschied zu anderen Wurmenarten verfallen die roten kalifornischen Regenwürmer im Winter nicht in Kältestarre. Sie bleiben aktiv, sie essen weiter und vermehren sich gemäßigt. Sie sind bei Temperaturen zwischen 15 und 20ºC am meisten aktiv und vertragen Temperaturen bis 1ºC. Bei normalen Temperaturen ist eine 10-15 cm dicke Futterschicht alle 10 Tage aufzutragen. Im Winter, wo die Temperaturen unter den für die Würmer optimalen Werten fallen, müssen die Würmer mit einer ca. 40-50 cm dicken Futterschicht geschützt werden. Die maximale von den Würmern vertragliche Temperatur ist ca. 35ºC. Sollte der Temperaturwert höher liegen, müssen die Würmer mit Wasser begossen werden.

Ein weiteres Problem für die Regenwurmfütterung sind die Gase. Sollten Sie die Würmer mit frischem Rindermist ohne Strohzusatz füttern, so wird das zu höhem Ammoniakgehalt führen. Wenn es zu feucht ist, geben die Betten Methan ab. Die Betten müssen regelmäßig, alle 45 Tage, belüftet werden. Sonst können die Würmer sterben. Sie benötigen Sauerstoff, der während des Belüftungsprozess besorgt wird: die Betten werden durch Auswühlen der Oberschicht und Entwässerung der Unterschicht belüftet. Selbstverständlich muss die Schichtdicke von 10-15 cm in Betracht gezogen werden.






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